Arbeits- und Lehrstellen


TPA-Lehrstelle

Wir bieten zur Zeit keine TPA-Lehrstelle mehr an.


Ein Bericht von
Alexandra Tanner
Auszubildende 2004 - 2007


Die Ausbildung zur Tiermedizinischen Praxisassistentin TPA ist sehr vielseitig und dauert 3 Jahre. Die praktischen Arbeiten erlernt man während der Sprechstunden, Behandlungen, Operationen und im Labor. Das theorethische Wissen wird zum einem Teil in der Tierarztpraxis, zum grossen Teil aber in der Berufsschule vermittelt.
Bei dieser Berufsausbildung ist der Kontakt mit Menschen genau so wichtig wie der Kontakt mit den Tieren. Das Telefon spielt eine sehr wichtige Rolle.

Sprechstunde
Die Tätigkeiten in der Sprechstunde sind sicher auch ein grosser Teil der Arbeit. Die TPA vereinbart Termine (telefonisch oder direkt), bedient Kunden, die etwas kaufen möchten, hilft während der Behandlung und sorgt danach wieder für Ordnung im Sprechzimmer.

Behandlungen
Während der Behandlung hält man die Tiere fest, bereitet Materialien für spezielle Untersuchungen vor, beschriftet Medikamente nach Angaben des Tierarztes, reinigt benötigte Bestecke und Instrumente, vereinbart Nachuntersuchungen und reinigt nach jedem Patienten den Behandlungstisch.

Operationen
Das Tier, das in der Narkose ist, wird vorbereitet. Wenn nötig, fixiert die TPA das Tier, schert das Operationsfeld aus, wäscht die ausgescherte Stelle gründlich und assistiert allenfalls während der Operation. Die Narkose-Überwachung gehört natürlich auch dazu. Nach er OP wir alles verräumt, das Besteck gereinigt und wieder sterilisiert. Das operierte Tier muss überwacht werden.
Wenn die Besitzer den Patienten abholen, gehört natürlich das Herausgeben und Erklären der Medikamente dazu.

Labor
Die Laborarbeiten der TPA sind vielfältig. Dazu wird hauptsächlich mit Mikroskop, Zentrifuge, Refraktometer (zur Dichtemessung), Blutanalysegerät. Diverse Stoffe wie Urin, Kot, Blut usw. werden auf Anzeichen einer Krankheit untersucht. Kot kann z.B. auf Wurmeier überprüft werden. Der Urin-Untersuch mittels Harnstreifen, Dichtemessung oder Zentrifuge dient zum Herausfinden, woher z.B. ein Blasenproblem herkommt. Im Blut können bei Entzündungen, Infektionen oder Blutarmut die Zellen differenziert werden.

Was und wie viel untersucht wird, ist von den vorhandenen Instrumenten in der Praxis abhängig. Deshalb werden vielfach auch Untersuchungen in auswärtigen Labors durchgeführt. Dazu muss der Transport vorbereitet und die Untersuchungsanträge ausgefüllt werden.

Administration
Auch administrative Tätigkeiten im Bereich Kassenwesen, Bestellwesen sowie Lagerbewirtschaftung von Medikamenten und Futtermittel gehören werden der TPA erledigt.

Berufsschule
Die Berufsschule besucht man einmal pro Woche. Für praktische Arbeiten im Labor finden auch halb- oder ganztägige Einführungskurse statt. Die Schule befindet sich in Zürich. Anatomie, Pathologie, Labor, Allgemeinbildung und Röntgen gehören sicher zu den wichtigsten Fächern. Nebenbei wird Fachrechnen, Chemie, Biologie, Physik, Informatik und Sport unterrichtet. Wie in jeder Ausbildung wird die Schule und somit auch die Lehre mit der LAP (Lehrabschlussprüfung) abgeschlossen.

Weiterbildungsmöglichkeiten
Nach der Ausbildung stehen verschiedene Weiterbildungskurse zur Auswahl, z.B.:
- Weiterbildung zur Teamleiterin der Praxis
- Lehrmeisterkurs
- Kurse im Bereich Physiotherapie, z.Z. allerdings nur in Deutschland möglich
- Futtermittelberaterin
- Berufsmatura